Arthur Fils siegt beim Comeback: „Ich schaue kein Tennis mehr“ – Kontroverse um Leidenschaft entbrennt
Arthur Fils ist am Dienstag im ersten Rund des ATP 250 Montpellier auf die Tour zurückgekehrt.
Gegen seinen Landsmann Valentin Royer setzte er sich in einem hart umkämpften Dreisatz-Match durch (7:6, 6:7, 6:2).
Seit August 2025 fehlt er auf den Plätzen, der in Bondoufle geborene Spieler hat schwierige Monate fernab des Wettkampfs hinter sich.
Er nutzte die Zeit für intensive Grundarbeit (6 Kilo abgenommen), der 21-Jährige gab zu, kein Tennis mehr im Fernsehen zu schauen.
„Ich schaue nicht mehr“
„Null. Ich habe gesehen, dass Carlos (Alcaraz) gewonnen hat. Aber es ist lange her, dass ich ein Tennismatch geschaut habe.
Ich schaue nicht mehr, außer Gio (Mpetshi-Perricard), Foki (Alejandro Davidovich Fokina) und Ben Shelton. Das war’s“, sagte er, als Kollegen von Midi Libre ihn fragten, ob er das Finale des Australian Open gesehen habe.
Diese ehrliche Erklärung hat bei zahlreichen Beobachtern Fragen aufgeworfen, wie ein Post des Tennisjournalisten José Morón auf X zeigt.
„Das ist vielleicht das Problem dieser Generation. Wenn ihr euch nicht einmal die Mühe macht, eure potenziellen größten Rivalen anzuschauen, was erwartet ihr dann?
Es wirkt fast so, als betrachteten sie es als reinen Job, ohne jede andere Motivation. Keine Leidenschaft. Für mich ist das seltsam, und ich kann es nicht nachvollziehen."
Laurent Lokoli verteidigt Arthur Fils
Während diese Meinung von manchen geteilt wurde, kritisierten andere sie, darunter der Franzose Laurent Lokoli, Nr. 507 der ATP-Weltrangliste.
„Absolut nicht einverstanden. So lange von den Plätzen fern zu sein und kein Tennis zu schauen – wie macht das aus dir einen Spieler ohne Leidenschaft?
Leidenschaft bedeutet im Gegenteil, sich wie er hineinzuhängen ... sich jeden Tag im Gym, beim Physiotherapeuten oder auf dem Platz kaputtzumachen und nichts dem Zufall zu überlassen, um zurückzukehren und bereit zu sein.
Außerdem: Nur weil du keine Matches schaust, ist es kein bloßer ‚Job‘.
Man darf durchaus sagen, dass es eine Methode ist, sich auf sich selbst zu konzentrieren, ohne sich mit Gedanken wie ‚Ich hätte dort mit ihnen sein sollen‘ zu vergiften.
Du stehst nicht so hoch wie er in seinem Alter, du hast nicht all die Monate voller Einsatz wie er geleistet – ohne Leidenschaft.“
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