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Buschfeuer:  Slowenin Jakupovic gibt bei Quali in Melbourne nach Hustenattacke auf
© sid.de/WILLIAM WEST

Buschfeuer: Slowenin Jakupovic gibt bei Quali in Melbourne nach Hustenattacke auf

Veröffentlicht von , Dienstag 14.01.2020 08:18

Nachdem die Slowenin Dalila Jakupovic ihr Match nach einer Hustenattacke aufgab, geraten die Veranstalter der Australian Open in die Kritik: Die Qualifikation zum Grand-Slam-Turnier in Melbourne ist gleich am ersten Tag stark von den Auswirkungen der Buschfeuer beeinflusst worden. Die Weltranglisten-180. Jakupovic konnte ihre Partie gegen die Schweizerin Stephanie Vögele nicht beenden und klagte anschließend über die Bedingungen.

"Es war wirklich schlimm. So etwas habe ich noch nie erlebt, ich hatte wirklich Angst, dass ich kollabiere", sagte die 28-Jährige, die beim Stand von 6:4, 5:6 gestützt den Platz verließ. Zuvor hatten die Behörden der Stadt Melbourne die Luftqualität als "gefährlich" eingestuft.

Weitere Spielerinnen wie die frühere Wimbledonfinalistin Eugenie Bouchard (Kanada) litten unter Beschwerden durch den Rauch, der die Stadt umhüllte. Die Organisatoren unterbrachen zeitweise das Training, setzten die Quali aber fort. Sie gaben an, dass die Bedingungen besser geworden seien und ständig kontrolliert würden. Das erste Majorturnier der Saison beginnt am 20. Januar.

Unter anderem Jelena Switolina kritisierte die Austragung der Matches. "Warum müssen wir warten, dass etwas Schlimmes passiert, bevor wir handeln", schrieb die Weltranglistenfünfte in den Sozialen Netzwerken. Die Luxemburgerin Mandy Minella, Nummer 140 der Welt, schrieb bei Twitter: "Ich bin schockiert, dass die Qualifikation bei den Australian Open begonnen hat."

Laura Siegemund (Metzingen) und die Russin Maria Scharapowa beendeten ihr Match bei den Kooyong Classics, einem Einladungsturnier vor den Toren Melbournes, in beiderseitigem Einvernehmen vorzeitig beim Stand von 7:6, 5:5 zugunsten der 31-jährigen Deutschen. "Gerade im zweiten Satz war die Luft nicht mehr so gut", sagte Siegemund: "Das haben wir beide gespürt."

Bei den schweren Buschfeuern sind seit Ende September mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Eine Verschiebung der Australian Open haben die Organisatoren bislang ausgeschlossen. "Wir erwarten keine Verzögerungen, und wir haben zusätzliche Maßnahmen getroffen, um sicherzustellen, dass die Australian Open wie geplant ablaufen können", hatte Turnierdirektor Craig Tiley zuletzt gesagt.

Quelle: AFP

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