De Minaur, Auger-Aliassime, die Überraschung Medvedev: Das Rennen um die Qualifikation für die ATP Finals spitzt sich zu
Nächsten Monat finden in Turin die traditionellen ATP Finals statt, ein Turnier, das die acht besten Spieler der Saison vereint. Während Carlos Alcaraz und Jannik Sinner ihren Platz für den prestigeträchtigen Masters bereits gesichert haben, ist dahinter noch alles möglich.
Denn obwohl Novak Đoković in der Race-Wertung auf Platz drei liegt, hat der Serbe Verwirrung über seine Teilnahme gestiftet. Im vergangenen Jahr hatte der siebenmalige Sieger des Masters-Turniers sich zwar qualifiziert, aber auf die ATP Finals verzichtet und könnte dies in dieser Saison wiederholen.
Alexander Zverev, der die Marke von 4000 gesammelten Punkten im Kalenderjahr überschritten hat, ist trotz einer schwierigen Saison bei den großen Turnieren, abgesehen von seinem Finale bei den Australian Open zu Saisonbeginn, ebenfalls sehr gut aufgestellt für die Qualifikation.
Die beiden amerikanischen Spieler Taylor Fritz und Ben Shelton nähern sich der 4000-Punkte-Marke und verfolgen den Deutschen in der Rangliste dicht. Dahinter verspricht der Kampf zwischen den letzten Anwärtern auf den Masters intensiv zu werden.
Derzeit sind Alex De Minaur und Lorenzo Musetti, aktuell auf Platz 7 und 8 der Race, virtuell qualifiziert, zumal Jack Draper, zwar gut platziert aber für den Rest der Saison gesperrt, nicht in Turin antreten wird. Félix Auger-Aliassime, im Viertelfinale von Shanghai von Arthur Rinderknech besiegt, lauert in den Startlöchern, würde aber nur dann in die Besetzung aufrücken, wenn Đoković zurückzieht.
Allerdings ist Vorsicht geboten vor dem Überraschungsgast, der Daniil Medvedev sein könnte. Vor seiner Ankunft in Shanghai auf Platz 21 der Race, hat der Russe 1910 Punkte, würde aber mit einem Titelerfolg in China auf einen Schlag 1000 Punkte dazugewinnen, während er Rinderknech um einen Platz im Finale herausfordert.
Im Falle eines Sieges würde er den Kanadier überholen und sich vollständig im Rennen um die Qualifikation zurückmelden, auch wenn noch das Masters 1000 von Paris aussteht, bei dem die konkurrierenden Spieler ebenfalls bis zum letzten Punkt um ihre Qualifikation für die ATP Finals kämpfen dürften.
Allerdings wäre es eine große Überraschung, Medvedev beim Masters antreten zu sehen, einem Turnier, das er 2020 gewonnen hat, zumal der Weltranglisten-18. in dieser Saison nur ein einziges Match im Grand Slam gewonnen hat, und das war in der ersten Runde der Australian Open gegen Kasidit Samrej (6-2, 4-6, 3-6, 6-1, 6-2). Danach hatte er in der nächsten Runde gegen Learner Tien verloren und war dann bei den French Open gegen Norrie sowie in Wimbledon und bei den US Open gegen Bonzi jeweils zum Auftakt ausgeschieden.