Sherif
Lepchenko
30
2
00
4
Udvardy
Erjavec
00
6
1
40
3
1
Sweeny
Hijikata
02:30
Moller
Martin
11:00
Havlickova
Ruse
10:00
Zhang
Ku
02:30
Alkaya
Clarke
08:00
3 live
Tous (40)
3
Tennis
5
Vorhersagespiel
Community
Kommentar
Teilen
Folge uns

Der Kampf um die Outfits: Wie Bekleidungsverträge das Tennis-Business dominieren

Outfits, Logos und personalisierte Kollektionen: Marken investieren Millionen in Spieler und machen jedes Match zu einem weltweiten Werbeschaufenster.
Der Kampf um die Outfits: Wie Bekleidungsverträge das Tennis-Business dominieren
AFP
Arthur Millot
le 29/11/2025 à 13h02
5 min de lecture

Stellen Sie sich einen Spieler vor, der unter Flutlicht den Court betritt: Die Welt beobachtet nicht nur sein Spiel, sondern auch die Farbe seines Outfits, das Design seines Poloshirts und das sorgfältig platzierte Logo auf seiner Brust.

Diese stilistische Entscheidung ist alles andere als zufällig: Sie verkörpert die Welt einer Marke.

Publicité

Hinter dieser einfachen Geste steckt ein mächtiger wirtschaftlicher Aktionsplan, der jeden Ballwechsel in eine Marketingchance verwandelt und einige Spielerinnen und Spieler zu wahren Verkörperungen kommerzieller Strategien macht.

Bekleidungsverträge: die neue strategische Waffe im Tennis

Heute sind Outfits echte Marketingwaffen. Ein Outfit, das im Finale von Roland-Garros getragen wird, kann die Verkäufe einer ganzen Kollektion explodieren lassen, und eine unerwartete Farbe bei den US Open kann zu einem visuellen Code für eine komplette Saison werden.

Marken investieren Millionen, denn ein Match zur „Prime Time“ entspricht einer weltweiten Werbekampagne. Und im Gegensatz zum Schläger ist Textil das, was man auf dem Bildschirm am meisten sieht.

Die Spieler sind zu eigenständigen Marken geworden. Die Zeiten sind vorbei, in denen Champions „einfach nur ein Outfit trugen“. Heute verkörpern sie eine Welt, ein Storytelling, ein Logo.

Federer war der Erste, der sein eigenes hatte, Nadal und Djokovic folgten, mittlerweile nachgeahmt von Alcaraz und Sinner.

Und vor allem: Die meisten verdienen mehr mit Marketingpartnerschaften als mit Preisgeldern bei den Turnieren, an denen sie teilnehmen. So ist die Tennisökonomie gestrickt: Das Image verkauft sich besser als die Siege.

Wenn Djokovic zum Beispiel Wimbledon gewinnt, kassiert er 3 Millionen Dollar. Und wenn Djokovic Kleidung von Lacoste trägt, verdient er im Laufe des Jahres das Dreifache.

Gleiches gilt für Federer, dessen Marketingeinnahmen häufig 80 Millionen pro Jahr überstiegen haben. Das Outfit ist zu einem zentralen Business geworden, manchmal sogar zur wichtigsten Einnahmequelle.

Die großen Figuren des Marktes: XXL-Verträge und spektakuläre Brüche

https://cdn1.tennistemple.com/3/333/1764411058350.webp

Novak Djokovic ist das typische Beispiel eines Stars, dessen Bekleidungsverträge schnell explodierten und sogar einen Wechsel des Sponsors erforderlich machten.

Bereits 2009 unterschreibt der Serbe einen Zehnjahresvertrag mit Sergio Tacchini. Doch seine Erfolge werden zum Problem.

Der Serbe gewinnt zu viele Turniere, zu schnell. Die Verkaufszahlen schießen in die Höhe, doch die Marke kann nicht Schritt halten: Sie löst den Vertrag nach zwei Jahren, da sie finanziell nicht in der Lage ist, die Leistungen des Champions zu tragen.

Djokovic landet 2012 bei Uniqlo, bevor er 2017 bei Lacoste anheuert – für rund 9 Millionen Dollar pro Jahr.

Hinzu kommen seine Schuhe von Asics: 4 Millionen jährlich, um den ehemaligen Weltranglistenersten auszustatten. Insgesamt erhält der Serbe heute fast 25 Millionen Dollar pro Jahr durch Sponsoring.

Federer: 300 Millionen Dollar in 10 Jahren

Ein weiteres Beispiel ist sein früherer Rivale Roger Federer. Dieses Mal hängt der Wechsel jedoch mit Differenzen mit seinem ehemaligen Partner Nike zusammen.

2018 verlässt der Schweizer den US-Konzern und unterschreibt einen der größten Deals der Sportgeschichte: 300 Millionen in zehn Jahren mit Uniqlo. Eine wichtige, aber nicht ganz freiwillige Entscheidung.

„Nike, sein historischer Partner, hat ihn fallen gelassen“, wird sein Agent Tony Godsick später sagen.

Schlimmer noch: Der Schweizer lässt das mythische „RF“-Logo zurück, das Nike gehört. Eine symbolische Wunde – und eines der stärksten Logos im Sport, das ihm entzogen wird.

Beim letzten Mitglied der Big 3 ist die Geschichte hingegen anders. Rafael Nadal hat seine Ausrüsterfirma (Nike), bei der er schon mit 13 Jahren unterschrieben hat, nie verlassen.

Diese Treue ermöglichte es dem Spanier, 10 Millionen Dollar pro Jahr zu verdienen und ein eigenes, legendäres Logo zu besitzen: die berühmten Hörner des Stiers von Manacor (Nadals Spitzname).

Nike schon in der Zukunft mit Sinner und Alcaraz

https://cdn1.tennistemple.com/3/333/1764410919059.webp

Nadal und Federer haben ihre Karriere inzwischen beendet – ein Verlust, der für Nike monumental erscheinen könnte. Doch keine Sorge, das Unternehmen aus Kalifornien hat vorgesorgt.

Die neue Welle ist bereits Gold wert. Carlos Alcaraz und Jannik Sinner sind die neuen Verkaufsmaschinen. Nike und die anderen Marken haben verstanden: Ihr Einfluss in den sozialen Netzwerken und ihre sportlichen Ergebnisse haben sie in den Starstatus katapultiert.

Ihr Vertrag? Zwischen 15 und 20 Millionen Euro pro Jahr jeweils. Mit einem personalisierten Logo als Bonus, wie ihre Vorgänger (Alcaraz dürfte seines bei den Australian Open 2026 vorstellen). Nicht schlecht.

Strategien der Marken, Verträge und die Jagd auf Wunderkinder

Eine Traumsituation, die andere Marken auf Ideen bringt. Jeder will seinen Alcaraz und seinen Sinner und geht so weit, Talente schon vor dem 12. Lebensjahr zu verpflichten.

Soziale Netzwerke steigern die Sichtbarkeit, und ein viraler Junior kann Sponsoren anziehen, ohne je ein Hauptfeldmatch gespielt zu haben.

https://cdn1.tennistemple.com/3/333/1764411006299.webp

Diane Parry, ehemalige Junioren-Weltranglistenerste, erzählt: „Ich habe sehr jung bei Asics unterschrieben, sobald ich auf der Juniorentour unterwegs war.“

Und das ist kein Einzelfall: Sharapova unterschrieb ihren ersten Nike-Vertrag mit 11 Jahren, Coco Gauff stieß mit 14 zu New Balance, und Venus Williams sicherte sich mit nur 15 Jahren 12 Millionen bei Reebok.

„Es ist einfacher, Novak Djokovic zu verpflichten als manche Junioren“

Ein immer häufiger auftretendes Phänomen, das bei den Marken oft für Kopfzerbrechen sorgt. Verhandlungen mit einem jungen Spieler können schwieriger sein als mit einem Star:

„Es ist viel einfacher, Novak Djokovic zu verpflichten als manche Junioren, weil er eine sehr klare Vision hat. Er weiß ganz genau, was er will“, erklärte Marina Caïazzo, Beraterin bei Asics, unseren Kollegen von Tennis Legend.

Hinzu kommt der enorme familiäre Druck. Die Eltern wollen die Zukunft absichern. Die Marken wollen sich die Talente sichern. Und die Spieler, manchmal noch Kinder, werden unfreiwillig zu Marketingträgern.

Ungleichheiten: die Stars und der Rest der Welt

Wenn der Kampf zwischen den Marken um die Gunst eines Spielers oder einer Spielerin noch nie so hart war – wie geht es nach der Vertragsunterzeichnung weiter? Welche Klauseln gibt es? Haben alle Spieler die gleichen Rechte?

Nein, einige Champions auf der Tour können bestimmte Klauseln verhandeln, etwa eine maximale Anzahl von Shootings und Events pro Jahr. Sie können zudem ihr Outfit und ihre Schuhe auswählen und arbeiten eng mit der Marke zusammen.

Das gilt (oft) nicht für einen durchschnittlichen Spieler, der sich an folgende Regeln halten muss:

- Exklusives Tragen der Marke, Teilnahme an den geforderten Fotoshootings, Medien- und Social-Media-Verpflichtungen – alles unter Androhung von Strafen bei Nichttragen oder „mangelnder Sichtbarkeit“.

Eine grenzenlose Spirale nach oben?

Die Beziehung zwischen Spieler und Marke entwickelt sich von Saison zu Saison weiter. Die Tennisgrößen wurden schon immer bezahlt. Aber nie so viel wie heute. Und nie so früh in ihrer Karriere.

Tennis war noch nie so medial präsent. Und hinter den Kulissen war es noch nie so lukrativ. Das wirft einige Fragen auf:

Wie weit wird die Verwandlung des Tennissports und seiner Akteure in ein reines Marketingprodukt noch gehen? Ist das gut für den Tennissport?

Und wenn nicht – ist es ein notwendiges Übel? Laufen wir nicht Gefahr, dabei das zu verlieren, was die „Seele“ dieser fast zweihundertjährigen Sportart ausmacht?

Dernière modification le 29/11/2025 à 13h29
Rafael Nadal
Non classé
Roger Federer
Non classé
Novak Djokovic
4e, 4830 points
Jannik Sinner
2e, 11500 points
Carlos Alcaraz
1e, 12050 points
Diane Parry
126e, 615 points
Maria Sharapova
Non classé
Cori Gauff
3e, 6763 points
Venus Williams
577e, 80 points
Kommentare
Abschicken
Règles à respecter
Avatar
Community
3mo

Zverev, der Weltmeister der Ausreden,der sein Talent verschleudert und sich im warmen Familientrainigsnest wohlfühlt.Zum Leidwesen der vielen Spitzentrainer,die bei ihm desillusioniert bereits hingeworfen haben.

Auch der Gewinn der US Open ist für ihn 2 Nummern zu groß.

4mo

Dolehide vs. Jabeur, 1. Runde, 16.06.2025 - Berlin Ladies Open 2025

media
5mo

Gefallen Dir Tenniswetten danke

Ja genau
0
Nein bin nicht so ein Fan
0
Interessant
0
Hobby
0
5mo

Jetzt gleich auf Court 1 in Berlin: Damendoppel. Wer erkennt die beteiligten Damen?

media
13mo

Tennis

13mo

Tennis temple app

2a

😉