Moutet bricht sein Schweigen nach seinem hitzigen Match gegen Tabilo: „Seit diesem Ereignis habe ich enorm viele Kritik und Beleidigungen erhalten“
Corentin Moutet schied in der zweiten Runde des Masters 1000 in Miami aus, nachdem er knapp gegen Alejandro Tabilo (5-7, 6-4, 7-5) verloren hatte.
Allerdings blieb das Match aufgrund der Proteste des Franzosen in Erinnerung, der sich weigerte, das Spiel nach dem Verlust des zweiten Satzes fortzusetzen, nachdem er sich über das Verhalten eines Zuschauers auf der Tribüne beschwert hatte.
Eine Szene, die natürlich die Runde in den sozialen Medien machte und zu der Moutet an diesem Sonntag auf seinem X-Account (ehemals Twitter) Stellung nehmen wollte:
„Schon beim ersten Punkt war das Publikum feindselig: absichtliche Geräusche zwischen meinen Aufschlägen, Pfiffe, Beleidigungen, provokative Gesten… Wer das Match gesehen hat, kann bestätigen, dass ich 1,5 Stunden lang nicht reagiert habe, sondern einfach gespielt und versucht habe, den Rückstand aufzuholen.
Aber je länger das Match dauerte, desto aggressiver wurde die Stimmung.
Nach zwei Stunden Spielzeit, ohne dass der Stuhlschiedsrichter eingegriffen hätte, um die Menge zu beruhigen, habe ich reagiert, indem ich dreimal die Arme hob, um das Publikum dazu zu bringen, noch mehr Lärm zu machen. In diesem Moment zeigte mir eine Person den Mittelfinger.
Ich fand, dass dies die Grenzen dessen überschritt, was ein Athlet auf dem Platz akzeptieren sollte. Also bat ich den Stuhlschiedsrichter, diese Person entfernen zu lassen, bevor ich das Spiel fortsetzte. Statt auf mich zu hören, befahl er mir zu spielen und weigerte sich, einzugreifen.
Ich wandte mich dann an den Supervisor und erklärte, dass ich nicht weiterspielen würde, solange diese Person auf der Tribüne blieb. Das Ergebnis: Der Schiedsrichter entschied, mich zu bestrafen und mir den Satz abzuerkennen.
Als der Supervisor eintraf, erklärte ich die Situation. Er ging, kam dann zurück und sagte, dass jemand (dessen Identität er nicht preisgeben wollte) behauptete, ich hätte den Mittelfinger gezeigt.
Daraufhin entschied er, mich erneut zu bestrafen, indem er mir zu Beginn des dritten Satzes ein Spiel abzog und meinem Gegner so einen Break-Vorsprung verschaffte. Seit diesem Ereignis habe ich enorm viele Kritik und Beleidigungen erhalten. Zu sagen, dass mich das nicht betrifft, wäre gelogen. […]
Ich möchte betonen, dass ich während dieses Matches niemanden beleidigt oder respektlos behandelt habe. Ich hoffe, dass die ATP eines Tages die Spieler besser schützen wird. Dass wir weniger Strafen in fünfstelliger Höhe und mehr Sicherheit haben, sowohl auf dem Platz als auch in den sozialen Medien.“
Miami