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Nach 0: 2-Satzrückstand
© sid.de/SEBASTIEN BOZON

Nach 0: 2-Satzrückstand

Veröffentlicht von , Dienstag 05.07.2022 18:30

Titelverteidiger Novak Djokovic hat ein überraschendes Aus im Viertelfinale von Wimbledon in einem dramatischen Duell gerade noch abgewendet. Der sechsmalige Turniersieger aus Serbien bezwang am Dienstag den starken Südtiroler Jannik Sinner nach 0:2-Satzrückstand 5:7, 2:6, 6:3, 6:2, 6:2.

Der Topfavorit (35) verhinderte damit seine erste Niederlage in Wimbledon seit 2017, als er im Viertelfinale gegen den Tschechen Tomas Berdych verletzungsbedingt hatte aufgeben müssen. Wie er die Wende schaffte? Nach dem zweiten Satz habe er "auf der Toilette ein kleines Motivationsgespräch mit mir selbst im Spiegel" gehabt", berichtete Djokovic lächelnd: "Das ist manchmal notwendig, wenn es nicht läuft."

Er zog nach seinen jüngsten drei Siegen auf dem "heiligen Rasen" (2018, 2019, 2021) zum vierten Mal hintereinander und zum elften Mal insgesamt ins Halbfinale ein. 2020 war das Turnier wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

Am Freitag spielt Djokovic gegen Cameron Norrie um einen Platz im Endspiel. Norrie hielt die britischen Hoffnungen auf einen Heimsieg ebenfalls durch einen Fünfsatzsieg über David Goffin (Belgien) am Leben. Nach dem 3:6, 7:5, 2:6, 6:3, 7:5 in 3:28 Stunden steht der Weltranglistenzwölfte zum ersten Mal im Halbfinale eines Grand Slams.

"Die Erfahrung, so viele Spiele hier schon gewonnen zu haben, hat mir geholfen", sagte Djokovic nach seinem 26. Sieg in Serie in Wimbledon und dem 84. im Einzel dort insgesamt. Damit liegt er gleichauf mit Jimmy Connors; nur Rekordsieger Roger Federer (105) hat noch mehr Erfolge gefeiert.

Der 20-jährige Sinner scheiterte wie bei den Australian Open (2022) und den French Open (2020) zum dritten Mal in der Runde der letzten Acht. "Es war ein Riesentag von Jannik, ich bin mir sicher, dass er noch viele Gelegenheiten bekommen wird. Er ist unglaublich reif für sein Alter", sagte Djokovic.

Sinner knickte im vierten Satz beim Stand von 2:5 um, hielt aber bis zum für ihn bitteren Ende durch. Im Achtelfinale hatte er im Duell der Jungstars mit dem Spanier Carlos Alcaraz noch ein Ausrufezeichen gesetzt (6:1, 6:4, 6:7, 6:3).

Quelle: AFP

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