373 Wochen in den Top 10 und immer noch kein Grand Slam: Das Zverev-Paradoxon explodiert vor den Augen der Welt
Alexander Zverev ist nicht wie jeder andere Spieler.
Seit acht Jahren steht sein Name fast durchgehend in den Top 10 der Welt. 373 Wochen in der Elite, eine beeindruckende Beständigkeit… aber auch eine immense Lücke: ein Grand-Slam-Titel.
Indem er Tomas Berdych in einer Rangliste überholt hat, die kein Spieler anführen möchte – der Anzahl der Wochen in den Top 10 ohne je einen Major-Titel gewonnen zu haben – erbt Zverev ein paradoxes Etikett: das des vollständigen, aber unvollendeten Champions.
Die anderen Mitglieder des Clubs der unglücklichen Talente: eine schonungslose Bestandsaufnahme
Diese besondere Rangliste dominiert Zverev nun deutlich:
- 1. Alexander Zverev: 373 Wochen
- 2. Tomas Berdych: 372 Wochen
- 3. David Ferrer: 358 Wochen
- 4. Nikolay Davydenko: 268 Wochen
- 5. Jo-Wilfried Tsonga: 260 Wochen
Eine grausame Tabelle… aber kein endgültiges Urteil
Aber mit 28 Jahren ist Zverev kein Veteran. Er ist auch keine Nachwuchshoffnung mehr. Er ist dieser seltsame Mann des modernen Tennis: derjenige, der alles hat, außer dem Titel, der ein Leben verändert.
Er ist auch derjenige, der weiterhin glaubt und sich verbessern will. An der Schwelle zu 2026 und mit drei Grand-Slam-Finalen in seiner Bilanz hofft der Deutsche, auf all seine Erfahrungen zurückgreifen zu können, um das ultimative Ziel seiner Karriere zu erreichen.
Denn die Tennisgeschichte kennt Spieler, die den großen Wurf spät geschafft haben. Wawrinka ist dafür das Beispiel (28 Jahre alt bei den Australian Open 2014).
Zverev ist bereits das achte (8!) Jahr in den TOP 10 und schreibt damit Tennisgeschichte. Chapeau!
373 Wochen in der Weltspitze - davon träumt der Großteil aller Tennisprofis.
Die Presse thematisiert immer wieder den fehlenden GS Titel und steigert damit seinen medialen Marktwert ins Unermessliche. Teilweise grenzt es an Fetischverhalten, aber er bleibt im Fokus der Weltöffentlichkeit, während viele GS Sieger längst in der Bedeutungslosigkeit versunken sind.
🎾🇩🇪👍💪🍀💕
Da war er gerade erst 20 Jahre alt geworden.
Das schafften bisher nur ganz, ganz wenige Tennisspieler.
Er ist nur da wo er ist durch Vielspielerei! Das Ranking-System muss unbedingt überarbeitet werden. Es kann nicht sein, dass bei einem 1000er nur zwei Top10-Leute im Feld sind. Das ist Wettbewerbsverzerrung!