„Boris wird der Coach Nr. 1 sein“: Als Djokovic alles änderte, um wieder unschlagbar zu werden
Im Jahr 2013, eine Woche vor Weihnachten, schlägt Novak Djokovic einen großen Schlag, indem er die Ankunft von Boris Becker als Cheftrainer ankündigt. Die Nachricht überrascht die gesamte Tenniswelt: Der Deutsche, sechsfacher Grand-Slam-Sieger, hat noch nie auf höchstem Niveau trainiert.
„Boris wird der Coach Nr. 1 sein“
Djokovic ist jedoch kategorisch: „Boris wird der Coach Nr. 1 sein.“ Becker übernimmt damit die Führung von Marian Vajda, seinem historischen Mentor, der im Team bleibt, aber seine Rolle reduziert sieht.
Zu dieser Zeit kommt der Serbe aus einer frustrierenden Saison: Nadal entreißt ihm die Position als Weltranglistenerster und besiegt ihn bei den French Open und im Finale der US Open, Andy Murray setzt sich gegen ihn in Wimbledon durch. Djokovic spürt das Bedürfnis nach einem externen Blick, nach einer neuen Stimme, die ihn in entscheidenden Momenten mental vorantreiben kann.
Eine absolute Dominanz
Die Wette erweist sich als gewinnbringend. Zwischen 2014 und 2016 dominiert der Serbe die Tenniswelt: sechs Grand-Slam-Titel, vierzehn Masters-1000-Turniere und zwei Saisons, die er als Weltranglistenerster beendet. Außerdem komplettiert er 2016 mit dem Sieg bei den French Open seinen Karriere-Grand-Slam.
Die Saisonpause 2013 bleibt als eine bedeutende Wende in seiner Karriere in Erinnerung, der Moment, in dem Djokovic absolute Exzellenz wählte. Mit Becker definiert er sein Verhältnis zum Druck neu und tritt in eine der beeindruckendsten Dominanzphasen der modernen Tennisgeschichte ein.
Das vollständige Dossier dieses Wochenende verfügbar
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