Querrey attackiert Masters-1000-Format: „Organisatoren ziehen 12 Tage TV-Rechte 7 Tagen mit Sinner, Alcaraz und Djokovic vor“
Sam Querrey greift das neue Masters-1000-Modell frontal an und kritisiert die kommerziellen Prioritäten der ATP. Nach den Absagen von Djokovic und Sinner in Montreal glaubt der Amerikaner, dass der Sport nun hinter den TV-Rechten zurücksteht.
Der ehemalige US-amerikanische Tennisspieler Sam Querrey hat sich deutlich zur Entwicklung der ATP-Masters-1000-Turniere geäußert und auf die Abwesenheit von Novak Djokovic und Jannik Sinner beim Masters 1000 in Montreal reagiert.
Im Podcast Nothing Major kritisierte der Wimbledon-Halbfinalist von 2017 scharf die Verlängerung des Formats mehrerer Turniere und meinte, dass kommerzielle Erwägungen nun Vorrang vor dem sportlichen Interesse hätten.
„Glaubt ihr, dass die Kanada Open lieber ein 12-tägiges Turnier ohne Carlos, Jannik und Novak hätten, oder ein 7-tägiges Turnier mit diesen drei Spielern? Ich denke, sie würden sich für das 12-tägige Turnier ohne sie entscheiden.
Das ist ihnen nicht mehr wichtig. Sie ziehen 12 Tage mit TV-Rechten vor.“
Eine direkte Kritik am neuen Modell der Masters 1000
Seit einigen Saisons haben mehrere Masters-1000-Turniere ein auf 12 Tage verlängertes Format eingeführt, mit einem größeren Tableau und einem zusätzlichen Tag zwischen bestimmten Runden.
Das erklärte Ziel der ATP ist es, diese Turniere näher an das Modell der Grand-Slam-Turniere heranzuführen, indem mehr Spiele, eine bessere Verteilung der Begegnungen und mehr kommerzielle Möglichkeiten geboten werden.
Doch diese Änderung sorgt weiterhin für Kontroversen. Viele Spieler sind der Meinung, dass dieses Format die Zeiten fernab der Heimat erheblich verlängert und einen bereits extrem vollen Kalender noch weiter belastet.