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Vondrousova-Sperre: Versteckte sie etwas oder kannte sie die Regeln nicht?

Marketa Vondrousova wurde zu vier Jahren Sperre verurteilt, nachdem sie einen Dopingtest verweigert hatte. Die Tschechin bestreitet die Vorwürfe, doch mehrere Details werfen Fragen auf.

Vondrousova-Sperre: Versteckte sie etwas oder kannte sie die Regeln nicht?
© AFP
Arthur Millot
2 min zu lesen

Die gegen Marketa Vondrousova verhängte Strafe sorgt in der Tenniswelt weiterhin für Diskussionen.

Die tschechische Spielerin wurde zu einer vierjährigen Sperre verurteilt, nachdem sie sich geweigert hatte, sich einem Dopingtest zu unterziehen.

Seit Bekanntwerden des Falls sind die Meinungen geteilt. Einige halten die Strafe für zu hart, während andere daran erinnern, dass die Anti-Doping-Regeln sehr streng sind und eine Testverweigerung als schweres Vergehen gilt.

Hatte Vondrousova etwas zu verbergen oder kannte sie die Regeln nicht?

Die Vorfälle gehen auf den 3. Dezember 2025 zurück. An diesem Abend erschien eine von der ITIA beauftragte Kontrolleurin am Wohnort von Vondrousova, um einen Dopingtest durchzuführen.

Wie alle Profispieler, die im Anti-Doping-Programm registriert sind, muss die Tschechin regelmäßig ihre Verfügbarkeit und den Ort angeben, an dem sie kontrolliert werden kann.

Allerdings können Kontrollen auch außerhalb der angegebenen Zeiten stattfinden, um ihre Wirksamkeit zu gewährleisten.

Laut dem Bericht der ITIA soll Vondrousova die Kontrolleurin nicht in ihr Haus gelassen haben und ein Dokument unterzeichnet haben, das ihre Testverweigerung bestätigt.

Genau dieser Punkt hat bei der Entscheidung der Behörden schwer gewogen.

Für einige Beobachter ergeben sich zwei Hypothesen: Entweder hatte die Spielerin einen Grund, den Test vermeiden zu wollen, oder sie war sich der schwerwiegenden Folgen einer Verweigerung nicht bewusst.

Eine umstrittene Version und ein irritierender Vorfall

Marketa Vondrousova erklärte, sie habe ihre Privatsphäre schützen wollen und eine unbekannte Person nicht in ihr Haus lassen wollen. Sie habe auch ein Gefühl der Unsicherheit im Moment des Vorfalls angeführt.

Die tschechische Spielerin soll sogar ein Foto der Kontrolleurin gemacht haben, da sie die Situation als problematisch empfand. Aber ihre sich im Laufe des Verfahrens ändernde Erklärung soll vor dem Anti-Doping-Gericht nicht zu ihren Gunsten gewirkt haben.

Ein weiteres Detail erregte Aufmerksamkeit: Nachdem sie den Test verweigert hatte, soll Vondrousova auf die Straße gegangen sein, um ihren Hund auszuführen.

Ein Verhalten, das die Fragen zu ihrem Argument der Angst oder des Unbehagens angesichts der Situation verstärkte.

Eine schwere Strafe, die ihre Karriere verändern könnte

Vondrousova hat stets beteuert, nicht betrügen zu wollen, und darauf hingewiesen, dass ein einige Tage später durchgeführter Test negativ ausgefallen sei.

Aber nach den Anti-Doping-Regeln ändert dieses Ergebnis die Art des Verstoßes nicht: Die Verweigerung des Tests stellt an sich bereits einen Verstoß dar.

Mit 26 Jahren muss die tschechische Championne nun kämpfen, um diese Sperre zu reduzieren. Ihre Anwälte sollen gegen die Entscheidung Berufung einlegen, um eine mildere Strafe zu erreichen.

Dieser Fall erinnert vor allem an die Bedeutung der Regeln für Profispieler. Im Tennis wie in anderen Sportarten kann die Verweigerung eines Tests die gleichen Konsequenzen haben wie ein positiver Befund.

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Marketa Vondrousova
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Zu befolgende Regeln
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Mr. Boombastic
/MrBoombastic • 7 Follower
Grundsätzlich verstehe ich zwar eine gewisse Verunsicherung der Spielerin aufgrund des ungewöhnlichen Zeitpunkts des Testversuchs. Ein Kontrollbesuch um 20 Uhr auszuführen ist allerdings nicht zu spät und sollte toleriert werden. Die Kontrolleurin hat sich außerdem sicher glaubhaft ausgeweisen können.

Die Konsequenzen einer Weigerung wurden Marketa erläutert. Offensichtlich gabe es auch keine gesundheitlichen Beweggründe.

Jeder professionelle Spieler sollte sich möglichst frühzeitig in seiner Karriere mit dem Thema beschäftigen, um solche Vorfälle zu vermeiden.

Ich unterstelle ihr nicht, tatasächlich gedopt zu haben.

Allerdings gibt es zur Problematik der Beteuerung, nie gedopt und drei Tage später einen negativen Test geliefert zu haben, folgendes zu bedenken, um die Entscheidung des verantwortlichen Gremiums der ITIA besser zu verstehen:

"Es gibt eine Reihe von Dopingsubstanzen und leistungssteigernden Mitteln, die extrem schnell vom Körper abgebaut oder ausgeschieden werden. Die Nachweisspanne reicht bei bestimmten Substanzen von <b>wenigen Stunden bis hin zu maximal zwei bis drei Tagen</b>.

Schnell nachweisbare bzw. flüchtige Substanzen:

Stimulanzien (Aufputschmittel):

Substanzen wie Ephedrin, Amphetamin oder Designer-Stimulanzien können oft schon nach etwa 24 bis 48 Stunden im Urin nicht mehr nachgewiesen werden.

Körpereigene Hormone (z.B. Testosteron, Wachstumshormone / GH):

Da der Körper diese Stoffe selbst produziert, muss exogen (von außen) zugeführtes Doping über spezifische Tests (z.B. das WADA-Athletenpass-Programm) ermittelt werden. Die reinen Substanzen sind oft innerhalb weniger Stunden im Blut oder Urin nicht mehr als Doping identifizierbar.

Kurzwirksame Beta-2-Agonisten:

Bestimmte Asthmamittel (in Tablettenform oder als Inhalat) haben Halbwertszeiten von wenigen Stunden und sind nach dem Absetzen sehr schnell aus dem System verschwunden."

Dabei gehe ich davon aus, dass Athleten heutzutage durchaus selbst in der Lage sind, Selbsttests durchzuführen, wir es bei einer (vermuteten) Schwangerschaft tun würden. Zudem gibt bekanntermaßen Leute, die sich mit der Wirkung gewisser Substanzen sehr gut auskennen.

Mit anderen Worten: Du weißt, ob Du bei einem Test am nächsten Tag sehr wahrscheinlich positiv oder eben eher wahrscheinlich negativ sein wirst. So was kann man also auch in gewisser Weise trainieren, um bei Tests gut auszusehen.

Quelle: AI-Anfrage, Google
Gestellte Frage: "Gibt es Dopingsubstanzen, die schon nach wenigen Tagen nicht mehr nachweisbar sind?"
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