Sinner über seinen Dopingfall: "Sich vieler Dinge bewusst werden".
Jannik Sinner gab den Kollegen von Sky Sports kürzlich ein recht langes Interview.
In diesem Interview sprach die Weltranglistenerste über viele Themen, darunter auch über ihren berüchtigten Dopingfall.
Der Italiener war im März positiv getestet worden, bevor er von einem unabhängigen Gericht entlastet wurde und sich nun dem Einspruch des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) stellen muss, der eine Sperre von ein bis zwei Jahren fordert.
So erklärt Sinner, dass der Fall schwer zu verarbeiten sei, ihm aber auch gezeigt habe, wer seine Freunde wirklich sind: "Der schwierigste Moment war meiner Meinung nach, als die Nachricht kam.
Und sie kam zu einem sehr heiklen Zeitpunkt, denn es war vor einem Grand Slam (Roland Garros).
Ich wollte bereits am Mittwoch trainieren, die Nachricht kam am Dienstag und wir beschlossen, dass es besser wäre, dies nicht zu tun, da es im Club zu viel Lärm geben würde, also gingen wir am Donnerstagabend hin.
Wir kamen an und es war sehr schwer. Ich beobachtete die anderen Spieler, um zu sehen, was sie wirklich dachten.
Ich habe mir so viele Fragen gestellt, es war schwierig, sich so auf einen Grand Slam vorzubereiten.
Aber letztendlich bin ich davon überzeugt, dass nichts zufällig passiert, und vielleicht ging es in diesem Fall darum, zu verstehen, wer dein Freund ist und wer nicht.
Und ich habe diese beiden Dinge getrennt.
Mir wurde klar, dass es viele Spieler gab, von denen ich nicht dachte, dass sie meine Freunde sind, dass sie es waren, und es gab eine ziemlich große Anzahl von Spielern, von denen ich dachte, dass sie meine Freunde sind, und die es nicht waren.
Und das hat mir nicht gut getan, aber es hat mir eine Menge Dinge bewusst gemacht".
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Dieses Interview zeigt, dass er absolut keinerlei Selbstreflexion und Problembewusstsein besitzt und wie ein trotziges Kind die Fehler bei anderen sucht. Er sollte dringend eine Auszeit zum Nachdenken verordnet bekommen.