Djokovic über die Position der Weltranglistennummer 1: „Man fühlt sich wie ein gejagtes Tier“
Novak Djokovic hat dem Pressedienst der ATP ein Interview gegeben. Auf die Frage, wie es sich anfühlt, die Weltranglistennummer 1 zu sein, antwortete der Serbe: „Es ist großartig, aber es gibt Einsamkeit und man fühlt sich wie ein gejagtes Tier, was die Wahrnehmung und die Herangehensweise verändert.
Es ist natürlich das ultimative Ziel. In jeder Sportart, in jedem Beruf die Nummer 1 zu sein, das ist das ultimative Ziel. Davon habe ich als Kind geträumt: Wimbledon zu gewinnen und die Weltranglistennummer 1 zu sein.
Wenn man es schafft, versteht man, dass es eine andere Dimension und einen anderen Ansatz gibt, um auf diesem Niveau zu bleiben. Plötzlich muss man seine Position verteidigen, anstatt sie zu verfolgen. Das ist natürlich ein großartiges Gefühl.
Aber gleichzeitig möchte man auf diesem Niveau bleiben, also fühlt man sich manchmal etwas in der Defensive, weil man es bewahren will. Alles hängt wirklich von der Mentalität ab, davon, wie man die Dinge angeht.
Ich denke, es ist wichtig, immer das Gefühl zu haben, dass man etwas schaffen, weitermachen und weiter gewinnen muss und dass man zu derselben Gruppe von Menschen gehört, die etwas verfolgen: einen Titel oder eine Position.
Denn sobald man sich sagt: 'Oh, ich bin die Nummer 1, jeder will mir diesen Platz wegnehmen', macht man sich selbst unnötigen Stress und Druck.“
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