"Ich war finanziell nicht unabhängig und wollte meine Eltern befreien, damit sie ihr Geld genießen können", die Vertraulichkeiten von Ugo Blanchet
Als 184. der Welt zu Beginn dieser US Open hat Ugo Blanchet stark abgeliefert, zunächst durch das Überstehen der Qualifikation und dann durch den Sieg gegen zwei Top-100-Spieler, darunter den Sieger von Miami, Mensik. Neben seinen Leistungen hat sich der Franzose auch finanziell eine Verschnaufpause verschafft (203.000 Euro), da er normalerweise in Challenger-Turnieren unterwegs war.
In einem Interview mit unseren Kollegen von L’Équipe sprach der 26-jährige Spieler über seine finanziellen Schwierigkeiten und das entscheidende Gespräch, das er mit seiner Familie führte:
"Ich war finanziell nicht unabhängig und wollte meine Eltern befreien, damit sie ihr Geld genießen, in den Urlaub fahren, reisen und sich Erinnerungen aufbauen können. Ich habe immer noch gerne gespielt, aber ich sah, dass es nicht ausreichte. Sie fragten mich, warum. Ich gab ihnen die Gründe, die ich Ihnen gerade erklärt habe.
Sie antworteten: 'Wenn das alles ist, wollen wir nicht, dass du aufhörst, mach weiter.' Mein Bruder war dabei und stimmte zu. Das war wichtig, weil meine Eltern mir viel Geld gaben und ich wollte, dass es eine gewisse Gleichheit mit ihm gibt. (...) Dieses Gespräch hat mir eine Last von den Schultern genommen."
Für einen Platz im Achtelfinale wird er auf den Tschechen Machac (22.) treffen.
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